GebäudeKunstwerke Wolmyeongdongs

Der Seepavillon

The lake gazebo in Wolmyeongdong during spring

Der Pavillon auf dem See hat einen Durchmesser von 13 Metern. Damit ist er Koreas größter und schönster Pavillon. Die neun 1,5 Meter dicken Steinsockel und die dazugehörigen Pfeiler mit Tierreliefen tragen einen Holzboden, auf dem 100 Menschen sitzend Platz finden können. Ein in  solch großem Stil gebauter Pavillon wird weltweit wohl kaum aufzufinden sein. 

Wir haben den Pavillon so gestaltet, dass jeder Teil zur Harmonie des Ganzen beiträgt. Die blauen Ziegel auf dem Dach verleihen ihm eine einzigartige und fast schon wirklichkeitsfremde Note. Er strahlt Eleganz aus, ohne dabei den traditionell koreanischen Kunststil zu verlieren.

Die bereits oben erwähnten Pfeiler wurden mit Tierreliefen aus Stein verfeinert, die angeregt vom friedvollen Tierreich im biblischen Buch Jesaja Kapitel 11 ausgewählt wurden. Sie zeigen einen Löwen, einen Adler, einen Wolf, eine Ziege, eine Giraffe, ein Reh, einen Strauß, einen Pfau und ein Schaf. Sie stehen für Menschen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, Nationalitäten und religiösem Hintergrund, die eins werden und eine ideale Welt voll Frieden und Liebe erfüllen.   

Der Ursprung des Pavillons auf dem Donggeurae Berg

Anfangs war der Pavillon, der auf dem Donggeurae Berg steht für den See geplant. Doch während der Bauzeit inspirierte der Heilige Geist Pastor Myungseok Jung, nach Wolmyeongdong zurück zu kehren. Er befand sich zu dem Zeitpunkt auf einer regionalen Tournee in Korea, die fast zu Ende war.

Als er den Pavillon sah, merkte er, dass die Pfeiler zu schmal waren. Also fragte er den zuständigen klassischen Architekten.

»Denken sie nicht, dass die Pfeiler etwas zu schmal sind?«
»Nein, das denke ich nicht. Die Pfeiler für Pavillons werden üblicherweise mit diesem Durchmesser gebaut. Ich bin ein berühmter Pavillon-Bauer in Korea und bin für 15 Pavillons, die ich gebaut habe bekannt.«

»Wissen Sie, ich habe zwar noch keinen Pavillon selbst gebaut, aber ich denke diese Pfeiler sind zu schmal. Sie sind so schmal, dass es mir leid ist, sie anzusehen. Sind Sie nicht der Experte? Wieso haben Sie nicht die Gesamtgröße in Betracht gezogen und sie dicker geplant?«

»Nun, ich bin nicht der Chef hier. Wie hätte ich das in Betracht ziehen sollen? Wenn ich beschließe, den Pavillon mit 50cm breiten Pfeilern zu bauen, denken Sie, dass ich das einfach so bauen kann?«

»Aber die Pfeiler sind zu schmal. Das passt mir nicht.«

»Was erwarten Sie von mir, wenn Sie mir das in Mitten des Bauprozesses sagen?«

Nach einem Hin und Her..

Schließlich sagte der Architekt Pastor Jung, dass er alle kleine Baumstämme, die er für den Pavillon bestellt hatte verbrennen und den nächsten Tag ohne Bezahlung gehen würde. Pastor Jung sagte ihm, dass wenn er so etwas mit Gottes Gebäude mache, er in große Schwierigkeiten komme. Er bat ihn, ihm zuzuhören und fuhr fort, dass sie beide ihre Fehler eingestehen, zusammen essen und reden sollten.

Nach dem Essen ging das Gespräch über den Pavillon weiter. Pastor Jung wollte nun den Pavillon, der gerade in Arbeit war, auf dem Donggeurae Berg bauen lassen, auf dem er früher oft gebetet hatte.  Im See sollte dann ein größerer gebaut werden.

Der Architekt sagte Pastor Jung, dass das zwar länger dauern würde, er es jedoch bauen würde. Letzten Endes konnten beide für einen günstigen Preis gebaut werden.

Das Gebet für bessere Baumstämme

Zu Anfang der Konstruktion des jetzigen Seepavillons, betete Pastor Jung für Baustämme von hervorragender Qualität. Zu jener Zeit, bat der Architekt Pastor Jung, mit ihm zusammen die Stämme auszuwählen und so reisten sie beide nach Naju, Korea.

Es gab dort einige Stämme, doch der Besitzer der Holzfirma teilte ihnen mit, dass das gute gute Holz noch nicht gekommen sei, er Pastor Jung aber Bescheid gebe, sobald es ankommen würde. 

In dem Moment fragte Pastor Jung den Besitzer, »Was ist mit diesen dort?«, auf die größeren Stämme zeigend.

Überrascht entgegnete der Besitzer »Planen Sie, einen Pavillon mit Stämmen dieser Dicke zu bauen?«

»Ja, das ist korrekt.«

»Dann werde ich Ihnen gute geben.« 

Der Besitzer sagte ihm, dass er unglaublich dickes Holz vorrätig habe. Also sagte Pastor Jung zu und unterschrieb den Kaufvertrag auf der Stelle. Der Architekt war weiterhin nicht begeistert und verglich den geplanten Pavillon mit einer Frau mit dicken Beinen, es sähe nicht so gut aus.

Er meinte, er würde seinen Teil tragen und es so bauen, aber im Nachhinein nicht verantwortlich sein, wenn Pastor Jung es bereue. Als dieser ihm sagte, dass er Baumstämme mit noch größerem Durchmesser wolle, lachte der Architekt.

Gottes Antwort

Letzten Endes benutze Pastor Jung dickere Baumstämme für den Seepavillon. Im Nachhinein hörte er, dass das Holz, das sie benutzt hatten eigentlich an eine andere Firma geliefert werden sollte, der Besitzer aber einen Fehler gemacht hatte und das qualitativ hochwertigste Holz an Wolmyeongdong gegeben hate. Selbst den Arbeitern war die gute Qualität des Holzes aufgefallen. Douglas Firs ist dafür bekannt, das beste Holz zu produzieren. Trotzdem sagten die Arbeiter, dass dieses Holz sogar noch besser sei. Sie sagten es sei Holz von wirklich guter Qualität und sie wunderten sich, wie Pastor Jung in der Lage gewesen war es zu kaufen und fragten ihn.

Durch dieses Ereignis erkannte Pastor Jung, »Gott mag also auch gute Dinge! Wann immer wir Gott etwas darbringen, müssen wir die besten Dinge geben.«

Die Pfeiler der meisten Pavillons haben einen Umfang von 35cm, doch die von uns benutzten besitzen einen Durchmesser von 60cm, was einem Umfang von fast 190cm entspricht. Wenn man den Pavillon vom See aus betrachtet, scheinen die 35cm angemessen, doch von außerhalb, vom Sportplatz betrachtet, sind 60cm besser.

Das macht Sinn, weil die Distanz vom Sportplatz zum See über 50m beträgt. Wenn wann eine stämmige Frau von 50m Entfernung betrachten würde, sähe sie auch dünn aus.

Nachdem der Pavillon nach Pastor Jungs Vorstellung fertig gestellt wurde, gestanden der Experte und alle Mitglieder »Obwohl Pastor Jung keinerlei Erfahrung im Pavillonbau hat, passen die Maße, weil er im Bauprozess Gott und den Herrn gefragt hat.«

Der Feinschliff

Entrindend, sägend und montierend haben wir den ganzen Pavillon aus Holz gebaut. Für das Geländer haben wir beispielsweise Holznägel an Stelle von Eisennägeln verwendet. Hätten wir letztere verwendet, würden diese das Holz modern lassen. Also entschieden wir uns für Holznägel.

Nach Fertigstellung, sagte der Architekt, dass er den Anblick des Pavillons vom Sportplatz aus wirklich mochte. Er fügte hinzu, dass es der schönste Pavillon in ganz Korea sei. Von allen Pavillons, die er in Korea gesehen habe, sei dieser das größte Meisterwerk.

Als Pastor Jung im Ausland missionierte, stellte eine Pastorin ihm den Architekt vor. Diese Pastorin hatte zuvor für Pastor Jung übersetzt. Sie hatte vor dem Architekten geprahlt, dass das Wolmyeogdong Erholungszentrum Gebäude und Pavillons baute. Als der Architekt das hörte, sagte er »Ich bin ein Experte im Pavillonbau in Korea.« Daraufhin beschloss die Pastorin, den Architekten Pastor Jung vorzustellen.

After seeing Pastor Jung, the architect said that he wanted to help. That is how he came to build the gazebo. It was truly Jehovah Jireh. They finished the lake gazebo and the gazebo on Donggeurae Mountain after all these events.

Nachdem der Architekt Pastor Jeong kennen gelernt hatte, wollte er ihm helfen. So kam es dazu, dass er den Pavillon baute. Das war wahrlich Jehova Jireh. Nach all diesen Ereignissen, stellten sie den Seepavillon, sowie den Pavillon auf dem Donggeurae Berg fertig.